IKT-Branche Spitzenreiter bei der Digitalisierung in Deutschland

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Die IKT-Branche ist Vorreiter bei der Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland. Das Digitalisierungsprofil „IKT Digital“ zeigt, dass dieser Wirtschaftszweig mit 66 von 100 Indexpunkten den höchsten Digitalisierungsgrad erreicht und damit die digitale Transformation in Deutschland aus insgesamt elf untersuchten Branchen anführt. Bis 2020 wird die Digitalisierung der IKT-Branche weiter deutlich zunehmen und der Wirtschaftsindex DIGITAL auf 71 Punkte steigen. Dies ist das Ergebnis des Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2015, den TNS Infratest und das ZEW im Auftrag des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erstellt haben. Insgesamt erreicht Deutschland beim Digitalisierungsgrad seiner gewerblichen Wirtschaft erst 49 von 100 möglichen Indexpunkten. Für 2020 prognostizieren die befragten Unternehmen einen verhaltenen Anstieg auf 56 Punkte. Die elf untersuchten Kernbranchen wurden in fünf Digitalisierungsdimensi onen zwischen stark überdurchschnittlich bis stark unterdurchschnittlich digitalisiert aufgeteilt.

Vor allem die Nutzungsintensität digitaler Technologien macht die IKT-Branche zum Spitzenreiter. Weiteres Plus: 91 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass ihre Mitarbeiter mit digitalen Geräten am Arbeitsplatz ausgestattet sind. In 90 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Angestellte im IKT-Bereich digitale Infrastrukturen sehr intensiv für ihre geschäftlichen Zwecke. Mehrheitlich werden Dienste wie Cloud Computing, Big Data Anwendungen oder Unified Communications zwar in den Unternehmen genutzt, allerdings ist hier ein deutliches Potenzial auch zur Verbesserung des Indexwertes vorhanden.

Von der Wichtigkeit digitalisierter Geschäftsprozesse sind 91 Prozent der IKT-Unternehmen überzeugt und auch mit dem Geschäftserfolg durch die Digitalisierung sind sie überwiegend zufrieden. 52 Prozent halten den Einfluss digitaler Geschäftsprozesse auf den Unternehmenserfolg für äußerst stark oder sehr stark. Weitere 29 Prozent halten ihn für stark. Haben lediglich zwei Prozent der IKT-Unternehmen ihre unternehmensinternen Prozesse noch nicht digitalisiert, steigt der Anteil der Unternehmen, die die Digitalisierung stark in ihrer Unternehmensstrategie verankern bis 2020 von heute 56 auf 68 Prozent. Die Investitionsbereitschaft in die Digitalisierung ist in der Branche hoch und nimmt weiter zu. 34 Prozent der Unternehmen wollen bis 2020 25 Prozent und mehr ihres Gesamtumsatzes in die Digitalisierung investieren. Gemeint ist damit der Anteil des Umsatzes, der für alle Digitalisierungsprojekte eingesetzt wird, also sowohl für den Ersatz bestehender Produkte und Services, als auch für neue Projekte.

Die IKT-Unternehmen in Deutschland sehen zu 89 Prozent den Breitbandausbau als vordringlichste Aufgabe der Politik. Die Förderung der IT-Sicherheit folgt mit 86 Prozent. Auch den Ausbau der Fachkräfteförderung halten 79 Prozent der Unternehmen für eine vorrangige Aufgabe. Staatliche Förderangebote zur Digitalisierung werden von 60 Prozent der Unternehmen gefordert.

Digitalisierungsprofile: Digitalisierung in der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland
TNS Infratest und ZEW haben im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im neuen Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2015 erstmals den Digitalisierungsgrad der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland nach insgesamt elf Branchen differenziert erhoben. Unter Digitalisierung verstehen wir die Nutzungsintensität von digitalen Technologien und Diensten, die Ausrichtung der Unternehmen auf die Digitalisierung und den Einfluss der Digitalisierung auf den Geschäftserfolg. Das Digitalisierungsprofil „IKT“ sowie zehn weitere Digitalisierungsprofile können unter http://www.tns-infratest.com/go/digitalisierungsprofile heruntergeladen werden.

Studiensteckbrief: TNS Infratest führte vom 17. August bis 11. September 2015 eine repräsentative Befragung unter den deutschen Unternehmen zum Stand und zu den künftigen Perspektiven der Digitalisierung in Deutschland durch. Der Fragebogen wurde in enger Projektpartnerschaft gemeinsam mit dem ZEW, Mannheim, erarbeitet. Die Befragung ist für die gesamte gewerbliche Wirtschaft repräsentativ, das heißt für die folgenden elf Branchen: Maschinenbau, Fahrzeugbau, chemisch-pharmazeutische Industrie, sonstiges verarbeitendes Gewerbe, Informations- und Kommunikationswirtschaft, Energie- und Wasserversorgung, Handel, Bereich Verkehr und Logistik, Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie für die wissensintensiven Dienstleister (wie z.B. Beratungen, Medien, Marktforschung) und die Gesundheitswirtschaft.

Wirtschaftsindex DIGITAL: Der Wirtschaftsindex DIGITAL zeigt in einer Zahl an, wie weit die Digitalisierung in den deutschen Unternehmen aktuell fortgeschritten ist und wie sie sich bis 2020 verändern wird. Der Wirtschaftsindex DIGITAL misst in einer Zahl zwischen 0 und 100 Punkten den Digitalisierungsgrad der deutschen gewerblichen Wirtschaft, ihrer Teilbranchen und des Mittelstands. Weitere Informationen im „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2015“ unter www.tns-infratest.com/bmwi

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