Leseprobe aus Social Media für Unternehmer von Claudia Hilker
Claudia Hilker
Social Media für Unternehmer
Wie man Xing, Twitter, YouTube und Co.
erfolgreich im Business einsetzt
Verlag: Linde, Wien; Auflage: 1., 2010 (14. September 2010)
Gebundene Ausgabe: 196 Seiten
ISBN: 3-7093032-22
Das Social Web hat die Geschäftswelt grundlegend verändert. Früher erreichten Unternehmen ihre Zielkunden über Werbung. Heute bieten soziale Netzwerke viele effiziente und kostengünstige Wege, um Kunden direkt auf sich aufmerksam zu machen. Social-Media-Expertin Claudia Hilker zeigt, wie Unternehmer, Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte die neuen Chancen erkennen und die Potenziale von Social Media für Marketing, Vertrieb und PR bestmöglich ausschöpfen. „Social Media für Unternehmer“ präsentiert Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Branchen, die es ermöglichen, die jeweils beste Lösung für das eigene Unternehmen zu finden.
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Einleitung
Social-Media-Definition
Unter Social Media werden soziale Netzwerke verstanden, die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen. Es handelt sich um soziale Netzwerke, Blogs, Online- und Video-Zusammenarbeit. Dazu zählt auch „User Generated Content“, also Web-Inhalte, die von den Benutzern erstellt und geteilt werden. Dies macht aus dem bisher passiven und konsumorientierten Web eine Plattform zur aktiven Teilnahme. Social Media basiert auf den Web 2.0-Technologien, wodurch eine Reihe interaktiver Elemente entstanden sind. Der Begriff „Mitmach-Web“ beschreibt es treffend, denn die neuen Plattformen ermöglichen die Erstellung und den Austausch von gemeinsamen Inhalten (Text, Video, Audio).
Social Media ist ein sehr junges Thema. In vielen Bereichen fehlen noch fundierte Erkenntnisse. Das heißt, Buchprojekte wie dieses leisten Pionierarbeit. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man sich intensiver mit der Thematik beschäftigt. Das sollte aber nicht dazu führen, dass man Sozialen Medien mit abwartender Haltung begegnet. Ganz im Gegenteil ist es notwendig, sich intensiv mit ihnen auseinanderzusetzen, denn der Siegeszug von Xing, Twitter, YouTube und Co. ist unaufhaltsam. Social Media sind kein Trend, der bald wieder verschwinden wird. Dazu gibt es schon zu viele Erfolgsgeschichten, von denen einige auch in diesem Buch behandelt werden. Doch viele Unternehmen sind von ihren Social-Media-Aktivitäten anfänglich enttäuscht, weil sie die neuen Einstellungen, Werte und Herangehensweise nicht kennen oder nicht verstanden haben. Es lohnt sich also, sich mit diesem neuen, spannenden Thema intensiv zu befassen.
Marketing-Budgets werden verstärkt in Social Media investiert
In einer Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) gaben mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen an, dass die Budgets für Social Media steigen. Der Grund liegt darin, dass man viele Zielkunden mit traditioneller Werbung nicht mehr erreicht. Für die Markenkommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kundenbetreuung und den Vertrieb wird eine Social-Media-Präsenz immer wichtiger.
Freunden vertraut man mehr als Werbung
Laut Nielsen vertrauen 78 Prozent der Konsumenten ihrem persönlichen Netzwerk und nur 14 Prozent der Werbung. Empfehlungen von Freunden, Kollegen und Bekannten wirken viel stärker als traditionelle Werbung. Da sich über Soziale Medien immer mehr Menschen miteinander vernetzen, entsteht auf diesen Plattformen neue und vielfältige Kommunikation über Produkte, Marken und Unternehmen. Nutzer stellen eigene Texte, Bilder und Videos ins Netz. Sie teilen mit, was sie gerade tun, und bewerten die Inhalte anderer Nutzer. Viele beschreiben die aktuellen Entwicklungen als Revolution, weil sie Machtverhältnisse, Kommunikationsmuster und Verhaltensweisen massiv verändert haben. Auch Kaufentscheidungen werden dadurch entscheidend geprägt. Persönliche Netzwerke werden deshalb in Zukunft auch immer wichtiger für das Marketing.
Die neue Spielregeln des Social Web
In Netzwerken wie Facebook nennen sich Menschen „Freunde“, die sich im wahren Leben eher als Bekannte oder Geschäftspartner bezeichnen würden. Weil man sich in Facebook oder StudiVZ persönlicher präsentiert und die Grenzen zwischen privat und beruflich oftmals verschwimmen, ist das Risiko größer, wenn man dort geschäftlich Vertrauliches preisgibt. Ein Mitarbeiter, der über Social Web Betriebsgeheimnisse ausplaudert, riskiert eine Abmahnung oder Kündigung. Deshalb ist es wichtig, die rechtlichen Fallstricke zu kennen und zu meiden. Unternehmerisches Handeln steht mit Social Media mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit. Informationen über das Unternehmen, die nach außen gelangen, sind immer schwerer zu kontrollieren. Durch Social Media können aber auch neue Lösungen gefunden werden, die dem Unternehmen ein positives Image und auch mehr Gewinn bringen. Wer die Spielregeln für erfolgreiche Social-Media-Relations kennt und befolgt, kann von einem Imagegewinn für sein Unternehmen, einem größeren Bekanntheitsgrad und einer Erhöhung der Reichweite profitieren. Allerdings muss man sich davon verabschieden, Social Media kontrollieren zu wollen.
Wie nutzen Führungskräfte Social Media?
80 Prozent der deutschen Führungskräfte sind in Sozialen Medien engagiert. Dies hat eine Online-Umfrage von Deutscher Telekom, defacto.x und Selbst-GmbH unter 477 Führungskräften in Deutschland ergeben. Doch was heißt „engagiert“? Viele haben zwar einen Facebook oder Twitter-Account, doch deren Inhalt ist oft mehr als abschreckend: Tweets mit Werbung oder Ego-Meldungen sowie leere Fanpages. Das wirkt negativ. Persönliches Engagement und Beziehungspflege sind notwendig, wenn man auf diesen Kanälen Erfolg haben will. Das Minimum ist eine kontinuierliche Social-Media-Betreuung, wobei vorab analysiert werden sollte, welche Kanäle für welche Kommunikationsziele relevant sind.
Alle Unternehmensbereiche profitieren durch den Social-Media-Einsatz
Der Geschäftsführer gewinnt damit mehr Aufmerksamkeit. Das Marketing generiert stärkeren Traffic über die neuen Kanäle. Der Vertrieb fi ndet neue Plattformen, um Netzwerke aufzubauen. Die PR-Abteilung kann auf diese Weise News noch besser verbreiten. Die Marktforschung beobachtet damit die Reputation und das Personalwesen präsentiert sich auf diesem Weg als attraktive Arbeitgeber-Marke und findet neue Mitarbeiter.
Social Media sind ein facettenreiches Thema
Noch gibt es nicht den Papst, den allwissenden Guru oder den Professor für Social Media. Auch wenn jetzt plötzlich viele selbsternannte Social-Media-Berater wie Pilze aus dem Boden schießen, die oftmals ohne Know-how, Präsenz, Engagement, Erfahrungen oder Referenzen aktiv sind. Social Media Know-how besteht aus einem komprimierten Wissen über Technik, Medienwissenschaft, Marketing, Vertrieb, Personal, Recht, Monitoring, Kommunikation und strategischem Wissen. Ein einzelner Mensch ist kaum in der Lage, diese vielfältigen Wissensbereiche zu beherrschen. Experten-Teams sind gefragt! Zur erfolgreichen Social-Media-Berater-Auswahl finden Sie übrigens im Anhang dieses Buches
eine Checkliste.
In der folgenden Grafik erkennen Sie, in welchen Geschäftsbereichen Social Media im Unternehmen einsetzbar sind: 1. Geschäftsführung, 2. Marketing, 3. Personal, 4. Vertrieb, 5. Public Relations, 6. Marktforschung.

Social Media eignen sich für viele Abteilungen im Unternehmen
Quick-Check: Testen Sie Ihr aktuelles Social-Media-Engagement
Beantworten Sie diese zehn Fragen und Sie erkennen Ihren Wissensstand.
Je mehr Ja-Antworten Sie haben, desto größer ist Ihr Social-Media-Engagement.
0–3 Mal „Ja“: Sie haben noch großes Entwicklungspotenzial vor sich. Lesen Sie dieses Buch sorgfältig und machen Sie sich einen Plan für Ihre nächsten Schritte!
4–6 Mal „Ja“: Sie kennen sich recht gut aus und sind auf dem Weg zum Profi. Weiter so! Lesen Sie das Buch und tauschen Sie sich mit Experten aus.
7–10 Mal „Ja“: Herzlichen Glückwünsch! Sie sind bereits Profi! Dennoch heißt es: Stillstand ist Rückschritt. Social Media bewegen sich ständig weiter und man lernt am besten am Puls der Zeit.
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Weitere Inhalte finden Sie im Buch:
Claudia Hilker
Social Media für Unternehmer
Wie man Xing, Twitter, YouTube und Co.
erfolgreich im Business einsetzt
Verlag: Linde, Wien; Auflage: 1., 2010 (14. September 2010)
Gebundene Ausgabe: 196 Seiten
ISBN: 3-7093032-22
Das Social Web hat die Geschäftswelt grundlegend verändert. Früher erreichten Unternehmen ihre Zielkunden über Werbung. Heute bieten soziale Netzwerke viele effiziente und kostengünstige Wege, um Kunden direkt auf sich aufmerksam zu machen. Social-Media-Expertin Claudia Hilker zeigt, wie Unternehmer, Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte die neuen Chancen erkennen und die Potenziale von Social Media für Marketing, Vertrieb und PR bestmöglich ausschöpfen. „Social Media für Unternehmer“ präsentiert Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Branchen, die es ermöglichen, die jeweils beste Lösung für das eigene Unternehmen zu finden.
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„Claudia Hilker beschreibt brillant, dass der Schlüssel zum Erfolg durch Soziale Medien im strategischen Handeln liegt. Wer Xing, Twitter, YouTube und Co. in Zukunft erfolgreich im Business einsetzen will, muss dieses Buch lesen.“
Prof. Dr. Volker Eickenberg
(Dekan des Studiengangs Finanz- und Anlage management der Europäischen Fachhochschule Rhein/Erft GmbH)
„In diesem Moment wird über Sie und Ihr Unternehmen online diskutiert. Dieses Buch hilft Ihnen, die Spielregeln zu verstehen und an der Social-Media-Diskussion teilzunehmen.“
Professor Dr. Matthias Fank
Fachhochschule Köln für Informationsmanagement
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