Einige Trends entwickeln sich zum festen Bestandteil unserer Gesellschaft. Andere wiederum entlarven sich als reine Luftblasen. Man möchte mittlerweile behaupten, die IT hätte das Phänomen selbst erfunden.
Wir lieben nun mal technische Neuheiten. Es ist schwer sich dieser Begeisterung zu entziehen. Als Konsument spielen wir dieses Spiel mit und kaufen uns beispielsweise den neuen 3D-Fernseher. Doch Unternehmen dürfen sich diese Begeisterung nicht leisten. Sie müssen wissen, was wichtiger Bestandteil bleiben wird und ihre Entscheidungen strategisch bedenken.
So war der Hype um Second Life groß, als Anfang 2007 die große Nachrichtenwelle nahezu alle Unternehmen erreichte. Einige der Unternehmen trauten sich nicht, kritische Fragen zu stellen und stolperten vor Angst, den Zug zu verpassen, in das Medium hinein. Etwas ungewöhnlich erschien währenddessen unser Artikel »10 Gründe gegen Second Life«, den wir im gleichen Jahr veröffentlicht hatten, während alle Unternehmen nach Gründen für Second Life suchten. Nur 6 Monate später war das Thema um Second Life tatsächlich wieder am Tiefpunkt angelangt.
Wenn man sich nicht täglich mit dem Phänomen Social Media beschäftigt, ist man oft in der Befangenheit, erst mal den kursierenden Nachrichten Glauben zu schenken. Hinzu kommt, dass sich Freunde und Kollegen um uns herum mit ihrem neuen iPhones brüsten, sie Emails nur noch über Facebook und Xing verwalten, und dadurch der Eindruck entsteht, die Welt habe sich grundlegend verändert.
Social-Media-Experten und Wissenschaftler aus dem Bereich sehen solche Dinge jedoch aus einer differenzierten Perspektive. Ihre Ergebnisse sind nicht immer euphorischer Natur und man findet sie auch nicht in den populären Medien wieder. Ihre Inhalte sind für Unternehmen jedoch lebenswichtig.
Verbunden mit dem fachlichen und wissenschaftlichen Hintergrund, ist dieses spezielle Magazin entstanden. Es geht eben nicht darum Trends nachzuerzählen, sondern gemeinsam mit Experten auch bislang nicht erschienene Neuheiten auf eine neue Art und Weise zu präsentieren. Daher freuen wir uns insbesondere auch bei dieser Ausgabe, Ihnen diesmal die Forschungsergebnisse der Fachhochschule Köln und Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf über Social-Media-Reichweiten zum ersten mal vorzustellen.
Wir hoffen daher, dass wir es auch in dieser Ausgabe geschafft haben, Wissenschaftliches in einer spannenden Art und Weise zu präsentieren, ohne dabei die Euphorie über das neuartige Medium zu verlieren.
(es)
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